2009
| 24. Dezember 2009Was macht man am Ende eines Jahres? Einen Rückblick, genau. Davon gibt es aber so viele. Ich könnte auch einfach hergehen und reinschreiben, welchen Track ich oft gehört habe und welchen ich besonders mag. Da sich meine musikalischen Vorlieben für gewöhnlich regelmäßig ändern, wäre das nicht nur bunt, ich könnte mich auch gar nicht entscheiden. Deshalb mache ich das etwas anders.
Zum Beispiel hier abschneiden weils so lang ist ;-)
Stück des Jahres
Zunächst aber dennoch die Stücke, die ich in diesem Jahr besonders oft gehört haben und/oder die meine musikalischen Geschmack nachhaltig geprägt haben.
Lass uns Liebe sein – Jochen Distelmeyer (2009)
… noch immer nicht einzufügen …
Shoulder Crawl – Sibot (2007)
This Must Be It – Röyksopp (2009)
Blister in the Sun – Nouvelle Vague (2009)
Jubilee – Kormac (2008)
Libella Swing – Parov Stelar (2008)
Kleptomanie – Caravan Palace (2009)
Pourqoui to vis – Elke Brauweiler (2006)
Cyborg – WhoMadeWho (2009)
Künstler des Jahres
Ellie Goulding. Ganz klar. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte sie bei Myspace keine 1000 Plays. Die Stücke waren alle mit der Gitarre eingespielt und sehr folk-lastig. Dann kam Frankmusik, remixte einen Track ins Elektropop-Fach, und Morcheeba verlinkte sie wegen ihrer Stimme und prophezeite ihr noch große Zeiten. Das war der Anfang. Dieser genannte Track wurde mehrere Tausent mal gespielt. Sie entwickelte sich weiter. Beinahe hätte sie den nie in die Hand genommenen Synthesizer wieder an den Nagel gehängt. Vor wenigen Wochen aber, kam dann doch ihr erstes Stück auf dem Markt. Elektronisch natürlich. Zu beginn konnte ich kein Stück als Video verlinken, heute findet man bei Youtube etliche Fanvids. Herrlich mit anzusehen, wie sich ein Künstler von 0 auf 100 entwickelt.
An der Stelle ich ich mal diese Bulletproofnudel erwähnen. Die mag ich nämlich gar nicht. Sie hat auch mit Folk begonnen, bis sie jemand elektrogepopt und medial in Szene gesetzt hat. Jetzt dudelt ständig diese “BROOOOF” im Radio, welches ich zum Glück sehr selten hören muss. Diebe :-)
Architeq. Copycatkid möchte man sagen. Er war für mich eine klasse Neuentdeckung, weil sein Sound so anders ist. Das Album war klasse. Mal sehen was sonst noch so kommt…
Neon India. Sicherlich einer der revolutionärsten neuen Musikrichtungen der letzten Jahre. Zwar nicht ganz neu, aber trotzdem so anders, dass man es nicht wirklich einordnen kann. Irgendwer hat mal geschrieben, eine neue Definition von Indie. Da mag er recht haben.
Kleiner Nachtrag: Sehr gut gefallen haben mir zudem Emmon, Errors und vor allem The Bird and The Bee. Letztere werde ich wohl noch länger verfolgen. Ich habe sie erst vor kurzem gefunden, deshalb wage ich noch nicht zu viel zu versprechen, aber es sieht gut aus. Die Musik hat so etwas fröhliches :)
Album des Jahres
Invaders Must Die – Prodigy. Definitiv. Nach dem ersten hören, macht es sich nicht wirklich bemerkbar. Das liegt vermutlich daran, dass nichts wirklich neues dabei ist. Viele Künstler wollen mit neuen Alben neue Maßstäbe in Sachen persönlicher Entwicklung setzen. Es gelingt nicht oft, Prodigy mit ihrem wenigen dafür um so mehr. Die Stücke klingen sehr nach den ersten beiden Alben klingen und erst bein genauen hinhören merkt man, wie technisch ausgereift und perfekt die Musik der Engländer eigentlich geworden ist. Und genau diese Details machen das Album so Oldschool und so hammer geil, dass ich noch sehr lange die verschiedensten Lieder daraus hören werde.
Junior – Röyksopp. Fast so wie das Prodigyalbum. Erst auf dem zweiten hören cool und technisch sehr ausgereift. Mit den ganzen gefeadere aber irgendwie nicht echt. Bestimmte Lieder werden sicher immer wieder in meinem Player auftauchen.
The Plot – WhoMadeWho. Auch sehr geil. Zwar sind nicht alle Tracks mein Ding, aber die coole und lässige Art der Videos und Texte sind einfach so überwältigend, dass ich die erwähnen muss.
Fruit – The Asteroids Galaxy Tour. So 60er. Geil.
Musikrichtungen des Jahres
Welche Musikrichtung hat es mir in diesem Jahr angetan? Ich glaube, zwei stechen da besonders heraus.
Swing. Immer wieder hat sich der ein oder andere Track in meine Gehörgänge verirrt. Aber ich war nie so richtig bei der Sache. Mit Waldeck hat sich das geändert und durch Caravan Palace ist Swing nicht mehr aus meinem Downbeathörverhalten wegzudenken.
Nu-Rave. Es ist das geschretter irgendwo zwischen Singer/Songwriter, Synthiepop und Techno. Es dingelt ja schon seit einiger Zeit in der Musikosphäre, in diesem Jahr aber, konnte es sich in meinen Gehörgängen durchsetzen und einige Rezeptoren dauerhaft belegen. Es hat auf der etwas deftigeren Linie Elektro abgelöst.
Generell hat sich in diesem Jahr viel in die Indierichtung bewegt. Meinen elektronischen Wurzeln bin ich aber irgendwie immer treu geblieben. Nur wenige Bands die ich höre, schaffen es, mich auch ohne Synthesizer zu überzeugen. Die wenigen und sehr guten, sind glaube ich, hier auch alle erwähnt. Mal sehen was im kommenden Jahr auf uns zu kommt. Soweit ich mich erinnern kann, gibt es ein paar Vorankündigungen und noch nicht eingelöste Versprechen. Ich freu mich drauf… und Ihr hoffentlich auch.