Metropolis
| Montag, der 8. Februar 2010Fast jeder dürfte schon einmal von Metropolis, dem Film gehört haben. Zumindest das ein oder andere Foto ist ihm bekannt. Metropolis ist ein Science-Fiction-Film aus dem Jahre 1927, gedreht von Fritz Lang. Seinerzeit war er der teuerste deutsche Film (umgerechnet 16,6 Mio. Euro heute). Die Story: eine Art Klassenkampf in einer Megastadt. Die ursrpüngliche Fassung dürfte etwa 200 Minuten gedauert haben. Leider wurde sie ein Flop, so dass man sie umschnitt. Paramount hatte eine Kopie und lies sie durch neue Zwischentitel (Metropolis ist ein Stummfilm) ganz neu erzählen. In ihrer Version ging es um eine Menschmaschine, die aufbegehrt. Die originale Fassung galt als verschollen, bis in Buenos Aires 30 Minuten Material aufgetaucht sind. Diese sind nun restauriert worden und werden zur Berlinale ein zweites mal uraufgeführt. Arte zeigt sie am 12. Februar im Fernsehen. Wer also ein Stück Film-Kultur sehen möchte… ;-)
2007 wurden die Rechte für eine Neuverfilmung vergeben. Ob dieser Film aber eine ebenso große Rolle spielt wie der Klassiker, der im übrigen 2001 als erster Film überhaupt in die das Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde? Er steht somit auf gleicher Stufe wie Schriften von Goethe oder anderen großen Literaren! Metropolis ist der Urtyp einer kapitalistischen ausbeuteten Klassengesellschaft in der wenige über viele herrschen. Der Bild des Molochs hat uns und die Medien so stark geprägt, dass wir uns Megastädte fast ausschließlich in ser Form präsentiert werden. Beinahe unmöglich, dass zu widerholen. Es sei denn, man interpretiert Metrolpolis neu und damit ganz anders. Von der kulturellen Bedeutung her gesehen, wäre ein Film möglich, der wieder eine Stadt und eine Gesellschaft spiegelt. Vielleicht eine andere, vergleichbar mit dem Venus-Project. Eine eher friedvolle Stadt, hell, weiß, sauber. So wie wir uns die Zukunft vorstellen (sollten). Die alternative ist der vernetzte Überwachungsstaat :)
Also: 12.02., ARTE.










