Das humanistische Paradoxon

Der Humanismus hat einige Ideologien, die sich auf, wie ich meine, veraltete Weltanschauen beziehen. Zum Beispiel glaubt er die einzige gültige tolerante Instanz zu sein. Der Gott der Toleranz, sozusagen.

Toleranz gehört zu seinen Grundprinzipien. Aber, nur gegenüber jenen, die selbst Toleranz sind. Wer intolerant ist, der dürfe mit Intoleranz bestraft werden. Wer dem aktuellen, humanistischen Bildungsideal glücklicherweise enteilt ist, der dürfte das Problem erkennen.

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Freiheit

Der Begriff der Freiheit wird gerne von Menschen pervertiert, die keine Freiheit im Sinn haben, wenn sie über sie sprechen. Oder solchen, die das Recht etwas zu tun mit Freiheit verwechseln – sie vermarkten es dann als „Positive Freiheit“. Nicht selten ist Freiheit dann ein Privileg jener, die im Gleichschritt mitmarschieren. Und wer nicht gehorsam ist, dem werden die Rechte wieder entzogen. Strafe muss sein. Ein sehr altes und veraltetes Weltbild, wie ich doch behaupten darf!

Freiheit ist mehr als das, was einem andere erlauben zu tun. Freiheit ist auch mehr als nur zu tun was man möchte. Freiheit ist auch das zu unterlassen was anderen von einem verlangen. Freiheit ist Ja und Nein zu sagen.

Freiheit ist dem Menschen von Natur aus gegeben. Es ist kein positives Recht, welches von einer dritten Gewalt, einem Gott, Staat oder sonstigem imaginären Freund, verliehen wird. Es ist ein natürliches Recht, wie das Recht auf Leben, dass durch die bloße Existenz des Mensch zuteil wird.