Kulturkanibalismus

Wenn wir aktive, lebende Kultur unter Schutz stellen, ehe sie vergangen sind, entziehen wir ihnen die Wurzel. Die Kultur stirbt um sie zu konservieren womit alle zukünftigen Ideen nicht gedacht werden können. Dies als Fortschritt zu sehen bedarf Glauben und das Leben eines solchen ist Kulturkanibalismus. Ein Spiegelbild.

Wir, der Westen, geht so vor, dass er, wenn er etwas entdeckt, sofort erkennt, dass es sich um unterentwickelte Kultur handelt. Das ermächtigt ihm auch zu Gewalt um sich dieser Kultur anzunehmen.

Das Ergebnis ist, dass wir in einer scheinbar bunten Welt leben, deren Fassetten nichts weiter als wurzellose, kürzlich getötete Abbilder einer anderen Kultur sind. Das, was sie über Jahrhunderte oder Jahrtausende am Leben erhalten hat wird entfernt. National ökonomisch sehr wichtig, die Kultur darf der eigenen ja nicht davonlaufen.

Faktisch geht hier eine Kultur gewaltsam gegen jede andere vor, die an sich schon gewaltsam sein kann. Aber eben nicht muss, wir haben es dazu entschieden und erst wenn alle alten Kulturen assimiliert sind, wird die Gier gestillt sein. Oder auch nicht, die Revolution frisst für gewöhnlich ihre Kinder.

Kulturkanibalismus kann beendet werden, wenn wir jeden Menschen und jedem Lebewesen das Recht zukommen lassen, welches er für sein Überleben braucht. Der Mensch weis seit tausenden Jahren das Neid, Hass, Wut, Zorn, Eifersucht, … zu Straftaten führen können. Warum lassen wir es also noch zu, dass Menschen Menschen gegen Menschen hetzen. Warum untersagt man die Psychogewalt nicht? Weil es das Lebenselexier von Politik und Macht ist!

Also lernen wir doch einfach Kulturen zu Grabe zu tragen, deren Fortbestand nur noch durch irgend eine Art von Gewalt zu legitimieren ist. Kulturelle Sterbebegleitung für dissipative Gesellschaftssysteme!

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