Monismus und Dualismus

Ich wage es zu behaupten, das Monismus und Dualismus zusammen gehören und nicht getrennt betrachtet werden dürfen. Zumindest dann nicht, wenn ich ein halbwegs schlüssiges Weltbild haben möchte – einfach nur um nicht verrückt zu werden 🙂

Generell, wenn wir von Sprache Sprechen – und Monismus und Dualismus sind Sprache, sogenannte Wörter, die gibt es bisher nur in Sprachen 🙂 – heißt das, dass das was wir sagen, nicht reel existieren muss und, das was existiert nicht immer den gleichen Namen tragen muss.

Es geht noch weiter. Wenn ich etwas reales mit einem logischen Konstrukt (als System bsp.) versprachlichen möchte, kann es aufgrund der unterschiedlichen Bedeutungen der Wörter in unterschiedlichen Kulturen dazu kommen, das die Konstrukte, wie sie andere in ihrer Sprache tun, untereinander nicht identisch sind. Die Bedeutung bleibt aber die gleiche, nämlich das Reale.

Monismus

Der Monismus ist ein Konzept, bei dem sich alles auf das eine Konzentriert. Anzunehmen, nur CO2 sei die Ursache jeden Klimawandels, ist Monistisch. Die Welt in einem Satz erklären können ist auch Monistisch. Der eine Gott (aka Allah) ist der große Monismus morgen- und abendländischer Kulturen, die sich alle auf die selben Narrative beziehen. Nationalismus und Sozialismus sind die großem Monismen europäischen Bürgertums.

Das alles sind also Namen für Monismen die nur dadurch abgrenzbar zueinander sind, als das wir sie miteinander in Beziehung setzen. Und da sind wir auch schon am entscheidenden Punkt: Ein Monismus kann nur durch einen Dualismus entstehen. Ich muss meine „Nation“ mit „Gott“ vergleichen, ich muss „CO2“ und „Natur“ vergleichen. Problematisch ist nur zu glauben, das es keinen Dualismus gibt, wie es der Monismus ja quasi voraussetzt. Konsequent weitergedacht muss jeder Monist alles andere kategorisch ablehnen und „die Anderen“ in irgend einer Form erniedrigen um seiner Idee den Vorrang zu geben und um auch im Zweifel argumentieren zu können.

Ein Monismus nicht nur aus bloßer Vernunft heraus, sondern mit echtem Verstand, ist nichts weiter als der Name für ein Konzept, ein Ideal. Man kann das Konzept leben, niemals aber den Monismus – oder sollte man meiner Meinung nach nicht. So bereichern Monismen unsere individuelles, philosophisches Leben, nicht aber die Gemeinschaft, die immer alles andere als Homogen ist.

Dualismus

Womit wir beim Dualismus wären. Er erklärt die Welt durch zwei Konzepte. Hmm… Die Welt… Wenn ich meine sprachliche Welt meine, dann sind es in der Tat zwei Konzepte, die ich miteinander in Beziehung setzen und somit, jedes für sich, schärfen kann.

Ein solches Konzept lässt sich, wenn es nicht zum monistischen Ideal geworden ist, sondern als Idee unsere Phantasie beflügelt, dann auf andere Lebensbereiche transferieren. Ying und Yang zum Beispiel, um mal ein Beispiel in Erinnerung zu rufen. Man darf hier nicht vergessen, dass die asiatische Kultur hier philosophisch schon etwas weiter ist und sie ein monistisches Ying durch das immer anwesende Yang – und umgedreht – geschickt zu verhindern wissen. Charakteranalytiker, diese Asiaten??? 🙂

Dualismus heißt auch, wenn wir den Menschen betrachten, ein Recht auf Versammlung. Das Recht sich mit anderen Menschen zusammenzutun und eine Gemeinschaft zu bilden. Die Familie ist hier die kleinste – und leider nur durch Zusatzsätze, bzw. Fruchtbarkeitsritualen überlebensfähige – Gemeinschaft. Oder eben mehr als Zwei, was aber wiederum ethische Regeln bedarf die in der Vergangenheit schnell mal über Bord geworfen wurden…

Anders als den Monismus kann der Dualismus somit aus der Natur abgeleitet werden, womit er, wie gezeigt, sich für Naturgesetze eignet. Alles Leben hier auf diesem Planeten existieren nur, weil sich zwei Individuen zusammen tun. Es gibt kaum gleichgeschlechtliche Fortpflanzung in Flora und Fauna, und selbst dann verändert einer der beiden in der Regel sein Geschlecht.

Die Ideen „Staat“ und „Religion“, wie wir sie kennen, sind also nicht überlebensfähig weil Monistisch. Man kann das nun mit Gewalt durchsetzen oder einfach auf ein dualistisches Prinzip setzen.

Vielleicht kann man hier noch die Trinität oder Trinismus anführen, wenn es den gibt. „Das Schöne, das Gute und das Wahre“, sind eine philosophische Trinität; „Legislative, Judikative und (bezeichnenderweise) Exekutive“ ist eine staatliche Trinität. Der Begriff kommt eigentlich aus der Theologie und meint „Gott, Jesus und Geist“. Wenn alle drei Konzepte miteinander in Verbindung stehen, können sie auch eine Bedeutung haben. Denke ich. Wie das jetzt mit Bedeutung und drei Entitäten aussieht wird mir zu kompliziert 😀

Mein Fazit? „Monismus? Nein Danke!“, „Dualismus? Ja bitte“, und philosophisch und sprachlich darf es gerne weiter gehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.