Nativefier

Die Cloud hat uns eingeholt. Kaum Apps die ohne Serverdienst auskommen, selbst einfachste Anwendungen wie Adressen und Termine liegen irgendwo, doppelt gemoppelt, in der Welt. Sicher ist sicher, zumindest erwarten wir das und der Dienstleister leistet.

Aber das soll keine Kritik werden sondern ich habe ein neues Werkzeug entdeckt welches meinen ICE-Tool ablöst. An ICE störte mich zuletzt, das Firefox einen Browserservice, der dazu nötig ist, abgeschaltet hat. Es bleibt nur Chrome oder Chromium was den Nachteil hat, das wenn man den Browser vor der App schließt, alle gespeicherten oder angepinnten Taps weg sind. Abhilfe schafft nun Nativefier.

Das Ding gibt es für alle gängigen Betriebssysteme inkl. Linux und macht das gleiche wie ICE. Theoretisch. Praktisch aber erstellt Nativefier ganze autarke Apps. Man kann so seine Cloudservices wie Gmail, Evernote, Todoist, die Weboberfläche der Heimautomation, Youtube, … jede Webseite also wie native Apps starten und verwenden. Das räumt vor allem den Browser auf, der wieder seiner Aufgabe zugeführt wird: Surfen. Arbeiten macht man getrennt in den Apps.

Wie man das ganze einrichtet habe ich hier gefunden und gilt für Ubuntu, Version heute 🙂 In Kurz:

Erstmal npm installieren, falls nicht vorhanden und danach Nativefier. Es gibt auch ein Dockerpacket, macht die installation etwas sauberer, läuft aber (noch) nicht auf dem Laptop. Bei mir also klassisch:

sudo apt-get npm
npm install nativefier -g

Das installieren einer App ist ebenso einfach. Zunächst die URL mitteilen und im Anschluss das Verzeichnis der App ausführbar machen.

nativefier -p linux -a x64 https://superheld.com
sudo chmod +x ./superheld-just-another-aufklrungsnerd-linux-x64/

Eine Option ist „–name“, damit verhindert man die automatische Vergabe wie oben im Beispiel. Ebenso ist „–tray“ sehr interessant, habe aber gerade keine App die soetwas nutzen würde. Einfach mal umschauen und viel Spaß damit.

Das Verzeichnis landet im Home. Mir ist das egal, kann man sicher ändern. In Home legt sowieso jede App an was sie will, von daher stört mich weder Name noch der Ort.

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