Adorno

„[…] Wenn sie leben wollen bleibt ihnen nichts übrig als dem gegebenen sich anzupassen, sich zu fügen, sie müssen eben jener autonome Subjektivität durchstreichen, an welche die Idee von Demokratie appelliert. Sie können sich selbst erhalten, nur wenn sie auf ihr selbst verzichtet. Den Verblendungszusammenhang zu durchschauen mutet ihnen eben die Anstrengung und Arbeit der Erkenntnis zu, an welcher die Einrichtung des Lebens nicht zuletzt die zur Totalität ausgebreitete Kulturindustrie sie verhindert. Die Notwendigkeit solcher Anpassungen zur Identifikation mit bestehendem, gegebenen, mit Macht als solcher, schafft ein totalitäres Potenzial. Es wird verstärkt von der Unzufriedenheit und der Wut die eben jener zwang zur Anpassung produziert und reproduziert.[…]“

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