Das zerbrechliche Paradies

Ich war in der Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“. Wunderbar, etwas klimalastig, aber am Ende doch sehr eindrücklich, wie Menschen den Planeten zerstören. Mir sind während wir noch in der Ausstellung waren einige Gedanken gekommen.

Frage 1: Welche Zivilisation, welche Ideologien und Weltanschauen sind verantwortlich für die Umweltverschmutzung?

Wer die Ursache kennt, kann das Problem behandeln. Im Westen behandeln wir zu oft ur das Symptom, statt grundlegend etwas zu verändern. Die Ideologie des Mainstreams ist ein aufgekochtes Christentum im System der krichliche-weltlichen-Instidutionen. Wir gehen zum Arzt um Symptome los zu werden, Schmerzen, Tumore, etc., aber nur selten um wirklich die Ursache zu behandeln. Statt die Umwelt zu schützen, möchten wir nur CO2 reduzieren und das viele Plastik, das wir haben, nochmal zu verwenden, statt ganzheitlich über die uns und die Natur nachzudenken und alles künstliche und chemische los zu werden.

Wir müssen festhalten, dass wir, die Europäer, unsere Kultur global verbreitet haben. Wir sind verantwortlich für das Christentum mit all seinen Schattenseiten welches nun in Amerika heimisch geworden ist und selbst in Asien versucht Fuß zu fassen. Unsere objektivistischen Ideologien wie Marxismus und Kapitalismus haben wir global verbreitet und alte Kulturen verdrängt oder gleich mit Gewalt ganz ausgelöscht.

Nun erkennen wir die Fehler und statt einen Schritt zurückzugehen, erwarten wir von anderen, denen wir unseren Weg schmackhaft gemacht haben, dass sie ihn nicht gehen sollen. Statt Wohlstand in unserem Sinn, erwarten wir, dass sie einen anderen Weg gehen, unseren, aber anders, nur damit wir unseren Wohlstand nicht aufgeben müssen. Europa ist extrem konservativ, egal wie progressiv die Ideologien und Parteien sich auch geben.

Erst wenn wir damit aufhören, anderen zu sagen wie sie zu leben haben, wird sich etwas bessern. Wenn wir uns zurückziehen und die kulturelle Vielfalt anderer respektieren, unsere Angst vor andersdenkenden und anderslebenden überwinden, dann gibt es eine Chance, dass es besser wird. Der Westen (inkl. China) muss demütig gegenüber Dritten werden. Wir müssen uns aus dem nahen Osten und Südamerika zurückziehen, wir müssen die Menschen dort selbst entscheiden und machen lassen, am besten mit der Bitte, nicht unsere Fehler zu wiederholen.

Frage 2: Wenn wir unsere Lebensgrundlage zerstören, warum sollten wir handeln?

Wir haben unzählige Arten vernichtet und machen tagtäglich damit weiter. Diese Vielfalt ist ohne den Menschen entstanden. Im Gegenteil, ohne die Natur gäbe es den Menschen nicht. Nun aber sind wir dabei, diese Lebensgrundlage zu zerstören bis an den Punkt, an dem wir vielleicht auf einem Wüstenplaneten leben, unsere Nahrung nur noch auf künstlichen Böden und mit künstlichen Nährstoffen versorgt werden. Allerdings auch nur, weil das Auge mitisst. Die Züchtungen haben unlängst 80-90% ihrer Nährstoffe verloren, in Zukunft werden bald keine mehr enthalten sein. Wir decken unseren Bedarf so wie wir es unserer Nahrung zuführen: Künstlich. Oder vielleicht durch Gentherapien, die unsere Zellen auffordern, diese herzustellen. Oder das herzustellen was wir brauchen um sie herzustellen. Es wird jedenfalls noch ekeliger als es bereits ist.

Sollten wir die Entwicklung aufhalten? Am Ende stirbt der Mensch, sei es wegen der Umweltbedingungen oder, wenn wir uns irgendwie anpassen, dann an unseren neuen, eben genannten Lebensumständen, die derart fragil sein werden, dass irgendwann der Ausfall einer Ressource uns das Leben kosten wird.

Die egalitäre Antwort wäre, eben so weiter zu machen, bis der Mensch, der den Planeten wie ein Objekt betrachtet, selbst verschwindet. Dann kann die Natur an sich wieder zuschlagen und in einer breiten Vielfalt neues Leben schaffen. Zweifel daran habe ich nicht, eine explosionsartige Neuentwicklung von Arten hat es immer nach großen Kataklysmen gegeben. Im Prinzip ist die Selbstvernichtung der Menschen das Überleben der Natur und neuer formen intelligenten Lebens. … Das mit der Intelligenz habe ich nicht gesagt 🙂

Die konservative Antwort wäre, aufzuhören, die Ideologien anzuwenden, die das ausbeuten kultiviert haben, also Sozialismus, Monetarismus, Imperialismus, Religion, uvm. Es gibt viele Menschen, die an eine Einheit des Menschen mit der Natur glauben, die wir aber als unzivilisiert oder esoterisch betrachten. Würden wir diesen Menschen zuhören und nach ihren Anweisungen handeln, könnten wir das, was noch vom Reichtum der Natur übrig ist, erhalten und in vielen vielen Generationen vielleicht auf neue Ressourcen zurückgreifen. Das Konservieren der Natur ist das Aufgeben der westlichen Zivilisation.

Frage 3: Umweltschutz oder Klimaschutz?

Ich werde den Eindruck nicht los, dass der Umweltschutz keine große Rolle mehr spielt. Nachhaltiges Leben dient allein der eigenen Selbstbestätigung und ist eine Gutschrift in unserem subjektiven Social Credit System, damit man tagsdarauf eben doch wieder Plastikkleidung kaufen darf, sich beim Einkauf konventioneller Produkte nicht schlecht fühlt und einen Grund hat, Elektronik aus China sich gönnen zu dürfen, egal wie unmenschlich und dreckig die Produktion und der Transport ist.

Das die Idee vom Umweltschutz so verkommen ist und keinen Erfolg hat, liegt nach meiner Meinung in der Politik. Das die Politik sich dem Problem angenommen hat und eine saubere Umwelt zu Almende geworden ist, also eine kollektive Aufgabe mehr darstellt, muss man sich nicht mehr individuell darum kümmern. Wenn ich nur ein wenig mache, wird es in der Summe schon gut werden. Bullshit!

Das ist auch der Grund für diesen fast schon monistischen Fokus auf das Klima und Co2, es ist für die Politik der Strohhalm, an den sie sich klammern kann, nachdem sie den Umweltschutz versemmelt haben. Das selbe wird mit der Klimadebatte passieren. Früher oder später werden nur noch die dazu erzogenen Kinder für den Klimaschutz einstehen und wenn die Show vorbei ist, wird man sie aufs Abstellgleis stellen, wie die Umweltschützer oder Friedensaktivisten auch. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Politik ist das Problem, nicht die Lösung.

Wenn wir uns die Politik ansehen, wer glaubt dann daran, das wir den Planeten retten können, wenn wir unsere Moral und Ethik wie ein Fähnchen im Wind schwenken? Was ist, wenn die Umweltpolitik der Gesundheitspolitik oder Kriegspolitik weichen muss? Ob es dann noch irgendwen auf der Straße interessiert? Ob sich dann noch irgendwer den Mund aufmachen traut? Warum individuell oder kollektiv handeln, wenn eine Institution uns das abnehmen kann? Bequemer geht es ja kaum. Oder was ist mit der Technologie? Wir können alle Natur genetisch verändern um zu überleben. Neue Pflanzen, die auf Wüsten wachsen, Bäume, die kein Wasser benötigen, oder, ganz ökologisch, Schafe, die Spinnweben in der Milch produzieren! Letzteres gibt es bereits. Das wäre die Lösung und niemand müsste etwas tun, nur liken.

Am Ende wird es egal sein, ob wir das Klima oder die Umwelt schützen weil irgendwer uns die Entscheidung, das Denken und das Handeln abnimmt und es uns als etwas gutes konnotiert verkaufen wird.