Wirklichkeit

Was ist die Wirklichkeit? Eine spanende Frage und wer möchte nicht wissen worin wir leben? Wirklichkeit ist was wirkt. Das klingt nicht einfallsreich soll aber der Beginn einer Betrachtung sein.

Die Begriffe sind im Sprachgebrauch einem permanenten Bedeutungswandel unterworfen. Für den Moment müssen wir uns etwas Wirkliches als etwas vorstellen, das aufgrund seiner Effekte in seiner Umwelt nachweisbar ist.

Wir können also jederzeit sagen „Das ist ein Baum“. Das Konzept Baum wird in so fern zur Wahrheit, als das jeder Mensch die selbe Wirkung beim Anblick eines Baumes hat. Das sind die Formen, der Geschmack und wenn ich dagegenlaufe spüre ich den Baum. Alle Eindrücke im Kontext dieses Erkenntnisobjekts fassen wir als Baum zusammen. Umgekehrt kann nun das Wort selbst diese Assoziationen später wieder aufrufen.

Repräsentation der Realität

Man könnte auch sagen, dass die Wirklichkeit die Realität sei. Dem ist so, nur das mehr als nur die Objekte in der Natur, wie eben jener Baum, wirkt. Was ist also alles Wirklich?

Von uns Menschen ausgehend können wir nur wahrnehmen, was wir über Sinne erfahren. Das heißt, alles was auf uns einwirkt kann wahrgenommen werden. Jedes Erkenntnisobjekt hat eine Wirkung auf seine Umwelt und unsere Rezeptoren sind Photosensoren, Geschmackssensoren, Geruchssensoren. Wir fühlen Wärme, Kälte und Schmerz. Was hier wirkt sind Formationen, also Dinge, die in der Realität, in meiner Umwelt existieren. Zweifelsfrei.

Weiter von uns Menschen ausgehend ist aber auch das, was in uns los ist Teil der Erkenntnis. Das ist einmal die Sprache, die selbst nicht als Formation vorliegt, aber dennoch eine Wirkung zeigt. Einmal als Schallwellen selbst. Anhand dieser können wir erkennen, dass ein Mensch gesprochen hat und den Lärm von dem der Straße unterscheiden. Dann können wir damit Individuen unterscheiden und wir sind in der Lage, vor allem in der Lage, die Realität abzubilden, ohne das nur ein genannten Ding hier und jetzt sein muss um eine Bedeutung im gesprochenen Text zu haben. Ich nenne diese Dinge daher auch Informationen.

Diesen Informationen füge ich auch die Hormone hinzu, obwohl sie als Formationen real sind. Sie wirken aber in uns und sind nicht mit der Realität direkt verbunden. Ihr wirken hat mehr mit antrainierten Verhalten zu tun als mit natürlichen Reflexen – zumindest heute. Sie sind aber in uns, keine Frage, und sie haben eine Wirkung auf die Bedeutung der Dinge, die, zum Beispiel auf der Flucht eine andere Bedeutung haben als wenn ich verliebt bin. So ein Baum kann Brennholz sein oder eben auch der Ort an dem ich jemanden kennenlerne. Außerdem, und viel bedeutender für die Informationen, verstehen wir Männer die Frauen nach eigener Aussage manchmal nicht. Warum wohl?

Zusammenfassend: Alle wirklichen Formationen und Informationen ergeben die Repräsentation der Realität, so wir wie sie sehen und kategorisiert verstehen.

Über die Wirkung von Informationen gibt noch einiges zu lesen, von Frege bis Zizec, die Systeme, sprachlich oder eben gesellschaftlich, und deren Auswirkungen untersuchten und untersuchen. Über Sprache wird bestimmt nochmal was kommen, dazu schwirrt mir zu viel diesbezüglich im Kopf herum.

Da wir jetzt wissen wie erkannt wird stellt sich nun die Frage nach dem was wir erkennen und, im weiteren Verlauf, wie wir Erkenntnis Bedeutung verleihen. Objekte und Konzepte, soweit will ich vorgreifen. Der rest soll schöner ausformuliert sein 😉

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